Wer eine größere Rasenfläche, ab ca. 400-500 qm zu mähen hat und dabei nicht ständig mit Elektrokabel hantieren möchte oder kann, der kommt um einen Rasenmäher mit Benzinantrieb nicht herum.
Worauf sollte man nun bei einem Rasenmäher mit Benzinantrieb achten?
Es gibt eine unglaubliche Vielfalt an Varianten, Mähbreiten und Ausführungen am Markt. Zunächst ist immer die Frage zu stellen, wo der Rasenmäher mit Benzinantrieb zum Einsatz kommen soll und wie groß die zu mähende Fläche ist. Nachstehend einige der wichtigsten Punkte auf die man beim Kauf achten sollte.
Radantrieb
Wer große Flächen mähen möchte oder hügelige Flächen mäht der sollte unbedingt einen Rasenmäher mit Radantrieb auswählen. Dies macht die Arbeit leichter und schneller. Es gibt Rasenmäher mit Benzinantrieb mit einer angetriebenen Achse oder in Allradausführung. Im Profibereich gibt es sogar schon Rasenmäher mit Rückwärtsgang. Die Fahrgeschwindigkeiten werden über einen oder auch bis zu fünf Gänge geregelt, deren Geschwindigkeiten fest stehen, oder durch eine stufenlose Geschwindigkeitswahl. Sie lässt sich präzise an das eigene Schritttempo anpassen. Ob man mit der festen oder mit der variablen Geschwindigkeit besser zurechtkommt, hängt viel vom eigenen Anspruch an den Rasenmäher ab. Eine flexible Geschwindigkeitssteuerung über den Bügel ist auch eine Variante.
Der überwiegende Anteil der Antriebe bei Rasenmähern mit Benzinantrieb arbeitet über die Hinterachse. Beim Befüllen des Grasfangkorbes wird die Vorderachse entlastet, die Hinterachse jedoch belastet. Der Druck auf die Hinterachse verstärkt somit die Durchzugskraft des Antriebes. Ein wichtiger Punkt auch für den Einsatz von Radantriebmähern in hängigem Gelände.
Motoren
Neben der Typenvielfalt der Rasenmäher mit Benzinantrieb ist auch die Vielfalt an zur Verfügung stehenden Motoren für motorisierte Gartengeräte - sie werden Industriemotoren genannt - enorm. Bekannte Motorhersteller sind: Acme, Bombardier Rotax, Briggs and Stratton, Honda, Iseki, Kawasaki, Kohler, Kubota, Lombardini, Mitsubishi oder Tecumseh.
Bei billigen Rasenmähern mit Benzinantrieb kommen neuerdings verstärkt Motoren aus fernöstlicher Produktion zum Einsatz. Dort liegt das Problem oft im Service- und Ersatzteilbereich. Wer wissen will, woher oder wer den Motor seines Rasenmähers gebaut hat, informiert sich auf dem Typenschild am Motor. Laut Gesetz muss dort der Hersteller genannt werden.
Im Wettbewerb der vielen etablierten Anbieter für Rasenmäher mit Benzinantrieb kann sich niemand schlechte Motoren leisten. Die Qualitäten der heutigen Rasenmähermotoren liegen so hoch, dass sie - normale und fachgerechte Nutzung vorausgesetzt - von einem privaten Anwender kaum totzukriegen sind.
Das Mähdeck
Das Rasenmäherdeck die zweit teuerste Komponente eines Rasenmähers mit Benzinantrieb. Als Materialien für die Decks kommen Aluminium, Stahl und Kunststoff in Betracht. Für alle drei gilt, dass sie die strengen gesetzlichen Kriterien zum Schutz des Anwenders, etwa vor umher fliegenden Teilen, erfüllen müssen, sonst dürfen sie nicht in den Verkauf gebracht werden. Dabei sind die Prüfverfahren sehr streng.
Elektrostart oder mechanische Starthilfen
Über eine kleine Batterie wird der Motor des Rasenmäher mit Benzinantriebs durch einfaches Schlüsseldrehen gestartet. Der Elektrostart ist deshalb vor allem für Frauen empfehlenswert. Es werden dafür auslaufsichere und wartungsfreie Batterien verwendet.
Die heutigen Motoren sind aber weitaus leichter zu starten als ihre Vorgänger. Dekompressionsventile, verbesserte Seilführungen, optimierte Herstellungsmethoden, andere Vergaser, Zündkerzen und vieles andere mehr machen heute das Starten fast zu einem Kinderspiel und man muss nicht erst das Fitnesstudio besuchen um den Motor des Rasenmähers mit Benzinantrieb zu starten.
Preis
Der Einstieg für einen Rasenmäher mit Benzinantrieb beginnt schon bei deutlich unter 200,- € und reicht bis zu 1.500,- € - im Profibereich auch weit darüber. Die Preisdifferenzen sind berechtigt und liegen in den verwendeten Materialien, der Fertigungstechnik und natürlich den Ausstattungsvarianten. Den größten Einfluss auf den Preis eines Rasenmähers haben der Motor und das Material des Mähdecks. Dann folgen der Grasfangsack, die Räder, die Konstruktion des Holmes und die Schnitthöhenverstellung.